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Analytik & Monitoring

Analytik & Monitoring

Die profunde Kenntnis eines Gewässers ist unerlässlich für eine gut abgesicherte ökologische ­Bewertung. Nur ein tieferes Verständnis des ­Zusammenspiels von Umweltfaktoren und Lebensgemeinschaften ermöglicht die Erstellung von Defizitanalysen und die Entwicklung von Konzepten zur Verbesserung des ökologischen Zustands des Gewässers. Daher steht eine genaue Untersuchung der aquatischen Lebewelt und der wichtigsten Einflussfaktoren am Beginn einer limnologischen Analyse.

Gewässermorphometrie

seit 2004 Morphologieaufnahmen von Grundwasserseen

Die morphometrischen Randbedingungen eines Gewässers (Fläche, Uferneigung, mittlere und maximale Tiefe, Volumen, Flächen-Tiefen-Relation, Struktur des Gewässergrundes, Wasser-Boden-Relation etc.) stellen prägende Komponenten für ein Ökosystem und die internen Stoffumsetzungs­prozesse dar. Kenntnisse von der Morphometrie des Gewässers sind daher erforderlich, um eine gegebene gewässerökologische Situation interpretieren zu können. Soll darüberhinaus ein Sanierungskonzept entwickelt werden, sind bathymetrische Basisinformationen unabdingbar.

Für die Aufnahme der Gewässermorphometrie wird eine Kombination aus rtkGPS und Echolot verwendet. Dabei werden die Lageinformationen (XY-Koordinaten) vom GPS mit der simultan über das Echolot erfassten Tiefe (Z-Koordinate) gespeichert. Zusätzlich zur Erhebung der Wassertiefen erfolgt eine möglichst exakte Bestimmung der Wasseranschlagslinien zum Zeitpunkt der Vermessung.  Die gespeicherten XYZ-Koordi­naten und Echo­gramme dienen der Erstellung eines digitalen Geländemodells (DGM) des untersuchten Gewässers.

 

seit 2004 Bathymetrische Aufnahmen von Stauseen

In Stauseen, die mitunter einer starken Verlandung unterliegen, ist die Kenntnis der aktuellen Beckenmorphologie wichtig, um entsprechende Maßnahmen (z.B. Stauraumentlandung) vorausschauend planen zu können. Auch bei Sanierungsarbeiten an der Staumauer, die eine Absenkung des Wasserspiegels erfordern, müssen morphologische Gegebenheiten berücksichtigt werden, um auf diverse Schutzgüter Bedacht nehmen zu können (z.B. Sicherstellen von Rückzugsräumen für Fische, Schutz von wertvollen Wasserpflanzen- und Röhrichtbereiche). Mithilfe von digitalen Gewässermodellen bzw. den Isolinien der Tiefen­zonierung können Simulationen für verschiedene Wasserstände erfolgen, wodurch sich die Aus­­­wirkungen der Absenkung auf die Gewässerfläche und die Uferabschnitte darstellen las­sen.

2016 und 2018 Bathymetrische Aufnahme von Segelhäfen am Neusiedler See

In Segelhäfen am Neusiedlersee erfolgten 2016 und 2018 Erhebungen der Feinsedimentauflage. Die Mächtigkeit der Schlammauflagen wurde entweder entlang von Profilen bestimmt oder es wurden größere Areale (bis zu rund 9000 m2) erfasst, die dann als Grundlage für ein digitales Geländemodell dienten. Die Messungen erfolgten vorrangig mittels RTK-GPS und Echolot. Ergänzend wurde an ausgewählten Punkten die Wassertiefe sowie die Gesamttiefe bis zum festen Unter­grund mittels Messlatte erfasst. Die Lage- und Höheninformationen wurden mittels RTK-GNSS erhoben.

Auftraggeber: pan.real Immobilienbeteiligungs GmbH

2003 und 2018 Vermessung Wasserpark & Kaiserwasser (Alte Donau)

Für die Umsetzung wasserwirtschaftlicher Maßnahmen wurden 2003 der Wasserpark (zunkünftige Bewirtschaftung) und 2018 das Kaiserwasser (Nassbaggerung im Einrinn) vermessen, sowie die Mächtigkeit der Sedimentauflage erhoben.

Auftraggeber: Stadt Wien, MA 45

2009, 2010 und 2016 Vermessung von Gletscherseen

Bedingt durch den allgemeinen Gletscherrückgang kommt es im hochalpinen Raum in den letzten Jahren zur vermehrten Entstehung von teilweise temporären Seen im Bereich der Gletscher­ränder. Auf diese Weise entstanden am Stubacher Sonnblickes der Untere Eisboden See, der heute am Gletscherrand liegt, und der nahe gelegene Keessee, der den Kontakt zum Gletscher bereits völlig verloren hat. Die Morphometrie des Unteren Eisboden Sees wurde 2010 erhoben und erneut 2016, um die rasante Entwicklung des Gewässers zu dokumentieren.

Der Gletschersee im Obersulzbachtal war Untersuchungs­gegenstand des Projekts „Sediment budget for two glacier forefields (Pasterze & Obersulzbach­kees, Upper Tauern, Austria) – Quantification and temporal variability“. Die Universität Salzburg führte eine Aufnahme der Sedimentanlandungen mittels Georadar dar. Zur Validierung und Absicherung der dabei gewonnen Ergebnisse wurde im Sommer 2009 eine Vermessung des Sees mit Echolot und dGPS durchgeführt.

Auftraggeber: Hydrographischer Dienst, Land Salzburg

2012 Bathymetrische Aufnahme des Achensees

Für den seit 1927 energiewirtschaftlich genutzten Achensee gibt es zwei historische Vermessungen aus den Jahren 1922 (Geistbeck) und 1935 (Prof. Schatz). Da die letzte Untersuchung der Gewässermorphologie somit schon sehr lange zurück liegt, wurde vom Auftraggeber (TIWAG) eine erneute Vermessung beauftragt mit dem Ziel, die aktuellen Verhältnisse zu dokumentieren. Die Aufnahme erfolgte mittels dGPS / Echolot und diente gemeinsam mit einem Lasercan zur Erstellung eines digitalen Geländemodells.

Auftraggeber: TIWAG

2005, 2006, 2008 und 2011 Erhebung der Beckenmorphologie und Sedimentkartierung in der Unteren Lobau

Im Rahmen der Planungen für die Dotation der Unteren Lobau war die Schaffung und zum Teil Neu­bearbeitung von gewässermorphologischen Grund­lagen not­wendig. Es erfolgten eine Erhebung der Wassertiefen im Freiwasser und im Schilfgürtel sowie die Kartierung der wasserseitigen Grenze des Röhrichtgürtels mittels dGPS bzw. Echolot. In ausgewählten Seitenarmen wurde überdies die Höhe der Feinsedimentauflage bestimmt.

Auftraggeber: Stadt Wien, MA 45

2007 Mühlwasser – Obere Lobau Aufnahmen zur Morphometrie und zum Sediment

Das Obere Mühlwasser wies 2007 im Bereich zwischen der Einmündung des Hebergrabens und der Kaiser­mühlenstraße starke Verlandungs- und Verschlammungstendenzen auf. Die geringen Wasser­tiefen und der Wildwuchs im Röhrichtbestand waren Anlass für Beschwerden der dort ansässigen Bevölkerung. Mithilfe einer Aufnahme der Becken­morphologie und von Sedimentuntersuchungen sowie einer Erhebung der Röhrichtbestandsflächen sollten geeignete Daten­grundlagen geschaffen werden, um in der Folge, gezielte Management­maßnahmen (Schilfmahd, Sedimententfernung u.ä.) setzen zu können.

Auftraggeber: Stadt Wien, MA45