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Analytik & Monitoring

Analytik & Monitoring

Die profunde Kenntnis eines Gewässers ist unerlässlich für eine gut abgesicherte ökologische ­Bewertung. Nur ein tieferes Verständnis des ­Zusammenspiels von Umweltfaktoren und Lebensgemeinschaften ermöglicht die Erstellung von Defizitanalysen und die Entwicklung von Konzepten zur Verbesserung des ökologischen Zustands des Gewässers. Daher steht eine genaue Untersuchung der aquatischen Lebewelt und der wichtigsten Einflussfaktoren am Beginn einer limnologischen Analyse.

Fließgewässer

seit 1998 Vorfluter-Untersuchungen für Kläranlagen

Die ökologische Funktionsfähigkeit von Gewässern beschreibt das Wirkungsgefüge eines Gewässers zwischen Lebensraum und seiner organismischen Besiedlung. Die Nutzung von Gewässern, zum Beispiel zur Abwassereinleitung, sollte im Einklang mit der ökologischen Funktionsfähigkeit stehen. Die DWS Hydro-Ökologie ist ein verlässlicher Ansprechpartner für Abwasserreinhalteverbände und Kommunen bei Fremdvergaben und untersucht den Einfluss der Kläranlageneinleitung auf die biologischen Qualitätselemente (Makrozoobenthos und Phytobenthos) und die chemisch-physikalischen Parameter nach den Vorgaben der Qualitätszielverordnung.

seit 1996 Monitoring der biologischen Qualitätselemente gemäß WRG und EU-WRRL (WGEV, GZÜV)

Die im Wasserrechtsgesetz verankerte Gewässerzustandsüberwachung gemäß GZÜV (früher WGEV) ist einer der Hautpfeiler des Gewässerschutzes in Österreich und entspricht den Vorgaben der EU-Wasserrahmenrichtline. Die DWS Hydro-Ökologie führt seit vielen Jahren die entsprechenden Untersuchungen an Fließgewässern von Vorarlberg bis ins Burgenland durch. Beispiele sind die Bewertungen der österreichisch-ungarischen Grenzgewässer anhand der biologischen Qualitätselemente Makrozoobenthos, Phytobenthos und Fische, die Aufnahmen der Makrophyten in Oberösterreich oder die Phytoplanktonzählungen an den großen Flüssen Donau, March und Thaya.

Aufgaben: Freilandaufnahmen, Laboranalysen (Mikroskopie), Auswertungen und ökologische Bewertung

Auftraggeber: Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft; Bundesländer

seit 1995 Fischbestandaufnahmen in Fließgewässern

Elektrobefischungen an Fließgewässern bilden die Grundlage für eine ökologische Bewertung, für Defizitanalysen und Maßnahmenkonzepte. In vielen wasserwirtschaftlichen Projekten sind Fische ein zentrales biologisches Qualitätselement zur Bewertung möglicher Auswirkungen auf den Gewässerzustand. In den letzten rund 25 Jahren wurden von der DWS Hydro-Ökologie zahlreiche Fließgewässer fischökologisch untersucht, teilweise im Rahmen der Gewässerzustandsüberwachungsverordnung GZÜV. Größere Erhebungen fanden unter anderem an der Leitha, Wulka, Güns, Rabnitz, Raab, Erlauf oder am Kamp statt. Ein Schwerpunktgebiet ist die Lafnitz, an der im Rahmen eines LIFE-Projekts 2004–2007 und seitdem im Rahmen verschiedener Naturschutzprojekte Elektrobefischungen und Reusenkontrollen an Fischaufstiegshilfen durchgeführt wurden. Mittels Markierungen und mithilfe der lokalen Fischereivereine wurde das Wanderverhalten von Besatzfischen untersucht. Für den NGP 2015 wurde für die Länder Steiermark und Burgenland eine umfangreiche Defizitanalyse der Lafnitz erarbeitet.
Aufgaben: Freilandaufnahmen, Altersanalysen, ökologische Bewertung, Defizitanalysen, Maßnahmenplanungen
Auftraggeber: Bundesländer, Energieversorger, NGO

2019-2020 RaabSTAT

In Fortsetzung des Raab-Survey aus den Jahren 2008/2009 wird 2019 und 2020 eine neuerliche Aufnahme der Raab vom steirischen Oberlauf bis zum Unterlauf in Ungarn durchgeführt. Die Arbeiten erfolgen im eines bilateralen INTERREG-Projekts. Auf österreichischer Seite werden die Untersuchungen in einer Bietergemeinschaft von Umweltbundesamt und DWS Hydro-Ökologie durchgeführt. Ziel des Projekts ist die Überprüfung des ökologischen und chemischen Zustands der Raab.

Aufgaben: Probenahmen und Auswertung Phytobenthos und Makrozoobenthos, Bewertung Fischökologie anhand vorhandener Daten
Auftraggeber:
Amt der Bgld. Landesregierung, Abt. 5 Baudirektion, Hauptreferat Umweltwirtschaft

2019 Phytobenthos-Analysen aus Flüssen in Slowenien

Taxonomische Bearbeitung von Phytobenthos-Proben (Diatomeen, Nicht-Kieselalgen) aus Slowenien

Auftraggeber: Eurofins

2011-2018 Diatomeen-Analysen aus Gewässern in Ostdeutschland

In unregelmäßigen Abständen übernimmt die DWS Hydro-Ökologie die taxonomische Bestimmung von Diatomeen aus verschiedenen Fließgewässern in Ost-Deutschland.

Auftraggeber: Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung in Leipzig (UFZ)

2016-2017 Schwechat-Studie

2015 wurde die DWS Hydro-Ökologie mit grundlegenden hydrologischen und limnologischen Untersuchungen im Gewässersystem Schwechat und Badener Mühlbach beauftragt. Ziel der Studie war es, einen Restwasservorschlag für die Schwechat flussab des Helenenwehrs zu erarbeiten, um die Durchgängigkeit des Gewässers herzustellen. Die Untersuchungen umfassten Abflussmessungen, Immissionsberechnungen und hydrologische Modellberechnungen.

Auftraggeber: Amt der NÖ Landesregierung

2011-2016 Monitoring der Auswirkungen von Bti auf Chironomiden in den March-Thaya-Auen

Ziel dieser Studie war die Dokumentation möglicher Auswirkungen von Bti, das in den March-Thaya-Auen gegen Stechmücken eingesetzt wird, auf andere Organismengruppen, insbesonders die Zuckmücken oder Chironomiden als eine der wichtigsten aquatischen Wirbellosen in den untersuchten Gewässern. Die Ergebnisse wurden wissenschaftlich publiziert (Link)

Auftraggeber: Gelsenverein March-Thaya-Auen (gemäß WR Bewilligungsbescheid)

2012-2013 Evaluierung von Fischwanderhilfen an der Rabnitz

Im Rahmen der Umsetzung der EU-Wasserrahmenrichtlinie wurden 2013 mehrere Fischaufstiegshilfen an der Rabnitz im Mittel-Burgenland errichtet. Ziel war die Wiederherstellung des Flusskontinuums für wandernde Fischarten.

Beitrag der DWS Hydro-Ökologie: Fischökologisches Monitoring (Elektro-Befischungen, Bewertung, Gutachten)

Auftraggeber: Amt der Bgld. Landesregierung, Abt. 5

2012 Chlorid-Studie

Jährlich werden in Österreich rd. 271 000 Tonnen Streusalz im Winterdienst ausgebracht. Es gelangt ohne nennenswerten Rückhalt oder Abbau in Boden, Grundwasser und Oberflächengewässer. Die DWS Hydro-Ökologie beschäftigt sich seit Jahren mit den potenziellen Auswirkungen der Salzbelastung auf die ökologische Integrität der heimischen Gewässer. Aufbauend auf eigenen Untersuchungen wurde 2014 eine umfangreiche Literaturstudie zum Thema Chlorid in Gewässern erstellt, die vom damaligen Lebensministerium publiziert wurde und auf der Website des BMNT abgerufen werden kann (https://www.bmnt.gv.at/wasser/wasserqualitaet/chloridstudie.html).

Auftraggeber: Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft

2008-2009 Raab-Survey

Der Raab-Survey 2008/2009 stellte ein umfangreiches bilaterales Untersuchungsprogramm an der Raab zwischen Quelle und Mündung dar, das im Rahmen der Österreichisch-Ungarischen Gewässerkommission und unter Einbindung verschiedener Institutionen wie dem Umweltbundesamt Wien, der Universität für Bodenkultur und privaten Planungsbüros durchgeführt wurde. Die DWS Hydro-Ökologie führt in Zusammenarbeit mit dem Büro G. Woschitz Elektrobefischungen zwischen Wollsdorf und der Staatsgrenze durch, auf denen die fischökologische Bewertungen beruhte.

Aufgaben: Freilandarbeiten, Auswertungen und Berichterstellung
Auftraggeber: Umweltbundesamt Wien

2006 Beweissicherung einer Kühlwassereinleitung in die Donau bei Wien

Angesichts steigender Temperaturen im Zuge der Klimaerwärmung sind Kühlwassereinleitungen ein zusätzliches Risiko für heimische Gewässer. Zur Beweissicherung einer Kühlwassereinleitung der Wienstrom GmbH untersuchte die DWS Hydro-Ökologie über mehrere Jahre hinweg mögliche Auswirkungen auf das Makrozoobenthos der Donau sowie angerenzender Altarme in der Lobau.

Auftraggeber: Wienstrom GmbH

2001 Chemisch-biologische Beweissicherung des Kobersdorfer Mühlbaches vor dem Bau des Waldbades Kobersdorf

2001 wurde eine Basisuntersuchung in Hinblick auf die Errichtung eines Waldbades bei Kobersdorf durchgeführt. Ziel der Arbeit war eine erste Darstellung des Makro­zoobenthos des Kobersdorfer Mühlbaches stromauf und stromab der derzeitigen Baustelle für das Waldbad. Die weitere Bearbeitung und Auswertung der beiden gezogenen Proben orientierte sich an der „Richtlinie zur Bestimmung der saprobiologischen Gewässer­güte von Fließgewässern“. Neben einer allgemeinen Dokumentation der beiden Standorte und der Messung physikalisch-chemischer Parameter, wurde jeweils eine qualitative Zoobenthos-Probe der repräsentativen Choriotope genommen.

Auftraggeber: Amt der Bgld LR